Und gerade jetzt im Frühling fallen Tiere hinein.
Erdkröten auf dem Weg zum Laichgewässer stoßen an die Hauswand und kippen über die Kante. Igel laufen nachts am Fundament entlang und stürzen ab. Molche, Blindschleichen, Spitzmäuse, Frösche – alles was klein genug ist zum Hineinfallen und zu klein zum Herausklettern an glattem Beton oder Metall.
Die meisten Leute schauen nie in ihre Lichtschächte. Die Tiere, die hineinfallen, kommen allein nicht heraus, weil es nichts zum Festhalten gibt. Sie ertrinken im angesammelten Regenwasser oder verdursten.
Igel sind das häufigste Opfer. Igelstationen und der NABU berichten jeden Frühling von hunderten Igeln, die aus Lichtschächten gerettet werden – oder zu spät gefunden werden.
Die Lösung braucht 90 Sekunden pro Schacht
Die Lichtschacht-Rampe:
– Einen rauen Ast, ein Brett mit Rinde oder einen Streifen Volierendraht schräg vom Boden des Schachts bis zur Oberkante lehnen
– Die Oberfläche braucht Struktur – glattes Holz funktioniert nicht. Ein Ast mit Rinde, sägeraues Holz oder Drahtgitter geben kleinen Füßen genug Halt zum Hochklettern
– Eine Rampe pro Schacht. Was hineinfällt, läuft von selbst wieder hinaus
3 Möglichkeiten:
– Gartenast: kostenlos, raue Rinde, schräg anlehnen
– Volierendraht: 2 bis 3 Euro, Streifen zuschneiden und über die Kante biegen
– Lichtschachtabdeckung: 15 bis 30 Euro, verhindert das Hineinfallen komplett
Heute in deine Lichtschächte schauen – die Krötenwanderung hat begonnen und Erdkröten wandern nachts an Hauswänden entlang. Wenn etwas drin ist, gibt die Rampe ihm heute Nacht einen Weg nach draußen.
90 Sekunden und ein Ast. Das ist das ganze Projekt




